Klebstoffe Teil 2

Klebstoffe Teil 2

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Aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete für Klebstoffe und der damit verbundenen verschiedenen Anforderungen ist es nicht verwunderlich, dass eine schier unübersehbare Zahl Klebstoffen angeboten wird. Daher ist es sinnvoll, Klebstoffe zu klassifizieren, um so Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede besser erkennen und verstehen zu können. Eine erste Einteilung kann entsprechend ihrer chemischen Basis erfolgen.

So wird zwischen Klebstoffen, hergestellt auf Basis organischer Substanzen und solchen basierend auf anorganischer Substanzen unterschieden. Dazwischen stehen die Silikone, die sowohl organische als auch anorganische Bestandteile enthalten. Zusätzlich kann zwischen Klebstoffen, die eine natürliche oder eine synthetische organische Basis haben, unterschieden werden. Letzteres ist häufig nicht eindeutig zu erkennen, da viele Klebstoffe sowohl synthetische als auch natürliche Rohstoffe enthalten. Solche auf rein natürlicher Basis, wie z.B. Bienenwachs oder Baumharz sind wegen der für die meisten Anwendungen nicht ausreichenden Eigenschaften recht selten. Seit einigen Jahren beobachtet man, nicht zuletzt als Folge eines zunehmenden Umweltbewusstseins, der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit und der Verringerung des Carbon Footprint einen zunehmenden Einsatz von auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Klebstoffbestandteilen.

Eine weitere, mehr ins Detail gehende Einteilung ist die nach dem Mechanismus der Verfestigung. Hierbei wird zwischen einer Verfestigung durch einen physikalischen Vorgang und der durch eine chemische Reaktion unterschieden. Weiterhin gibt es die Gruppe der Klebstoffe, die keinem Verfestigungsmechanismus unterliegen. Diese drei, in der Tabelle 1 zusammengestellten Klebstoffarten werden im Anschluss näher erläutert.
Die weitere Unterteilung der Einteilung in Duroplaste, Thermoplaste und Elastomere, wie sie bei Kunststoffen üblich ist, gibt dem Anwender wertvolle Hinweise zu den Eigenschaften des jeweiligen Klebstoffs in seinem verfestigten Zustand. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass Klebstoffe ein und derselben Polymerart, in Abhängigkeit von den beigefügten Additiven oder Komponenten sowohl zu Duroplasten, als auch zu Elastomeren oder Thermoplasten härten bzw. als solche vorliegen können. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Polyurethanklebstoffe.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Klebstoff

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