Druckluft

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Zur Druckluft-Erzeugung werden hauptsächlich zwei verschiedene Systeme genutzt: Kolbenkompressor (meist 2-stufig) oder Schraubenverdichter. 3-stufige Kolbenkompressoren erreichen Verdichtungsdrücke bis 3000 bar.

Um beispielsweise Öl freie Druckluft zu erhalten, aus ölgeschmierten verdichtenden Kompressoren (auch die Öl freien) benötigt es eine Aufbereitung/Filtration. Auch Druckluft aus ölfrei verdichtenden Kompressoren ist nicht zu 100% ölfrei, da Druckluft nach der Verdichtung die in der Ansaugluft enthaltenen Ölanteile und andere Kohlenwasserstoffe aus der Umgebung enthalten kann. Beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie, der medizinischen Anwendung, als Atemgas zum Tauchen oder in Lackierbetrieben kann nur ölfreie Druckluft verwendet werden. Die Definition von Öl umfasst bereits Kohlenwasserstoffe und ist grundsätzlich im Gesamtzusammenhang von Dampf, Aerosolen und Tröpfchen zu bestimmen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob öl- oder wassergeschmiert oder ölfrei verdichtet wird. Nur die Reinheit der Druckluft ist von Bedeutung und sollte unter allen Betriebsbedingungen eingehalten werden können.

Atemluft wird mit entsprechend dafür geeigneten Kompressoren erzeugt. Zur Reinigung der Druckluft dienen Filter in Verbindung mit Öldampfabsorbern oder Katalysatoren, sie wird mit geeigneten Messgeräten auf Ölfreiheit überwacht. Damit ist die Qualitätsanforderung „ölfreie Druckluft“ erreicht und dauerhaft sichergestellt. Die Druckluftqualität wird gemäß der Norm ISO 8573-1 klassifiziert.

Wird atmosphärische Luft komprimiert, steigt mit dem Partialdruck der als Dampf enthaltenen Luftfeuchte auch die Taupunkttemperatur an. Wegen der gleichzeitigen Temperaturerhöhung sinkt dabei die relative Feuchte ab. Kühlt die Druckluft unter ihren neuen, den Drucktaupunkt ab, so kann die Feuchtigkeit kondensieren. Deshalb wird Druckluft oft schon sofort nach der Kompression mit Kältetrocknern entfeuchtet. Dabei wird der Drucktaupunkt so eingestellt, dass er unter der Lagerungs- und Transporttemperatur liegt. Je nach Größe und Art der Anlage kommen auch hygroskopische Materialien für die Trocknung zum Einsatz.

Um den Taupunkt komprimierter Luft sprachlich vom Taupunkt der nicht komprimierten Luft abzugrenzen, wird letzterer auch atmosphärischer Taupunkt genannt. Dadurch kann die Druckluft auch bei tieferen Umgebungstemperaturen eingesetzt werden, ohne dass in den Druckleitungen oder Transportbehältern Wasser kondensiert.
Beim Entspannen der Luft in einer Düse wird ein schneller Luftstrom erzeugt, der zum Wegblasen von Partikeln und Flüssigkeiten verwendet werden kann.
In Verbindung mit abrasiven Partikeln, welche durch Druckluft beschleunigt werden, kann beim Sand-, Kugel- oder Trockeneisstrahlen eine intensive Oberflächenreinigung erzielt werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Druckluft

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